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31.08.2004: Pleiten, Pech und Pannen – oder:
wie ein Ausflug die gesamte (Fuffi-) Nation spaltet
(Sonntag, 29.08.04) Der Melo rief, und alle kamen. Na zumindest fanden sich 10 begeisterte Rollerfahrer bei wirklich bescheidenen Wetterverhältnissen an der Jet Tankstelle am Kobelweg ein.




Jeder glaubte wohl an eine plötzliche Wendung der heran nahenden schwarzen Wolken. Als aber heftigster Regen einsetzte beschloss man diesen einfach »auszusitzen«. Eigentlich saßen wir mehr oder minder fest. Als sich dann langsam blauer Himmel breit machte und wir in Aufbruchstimmung gerieten, redete Martin mir ein, daß meine 3 Liter Tankfüllung nie und nimmer reichen würde und ich lieber noch Tanken sollte. Also gut, nachdem mir beim letzten Ausflug tatsächlich das Benzin ausgegangen war überzeugte ich noch 2 Leute mir beim Tanken zu helfen, damit ich mir a) die Finger nicht schmutzig mache und b) mein Köpfchen nicht unnötig wegen dem Ölgemisch zerbreche.... okay, gesagt, getan, los gehts.... Kobelweg raus, Kreisverkehr rein, alle hinter uns, am ZK rechts rein, 2 Roller weg. Erste Reaktion: großes Gelächter. Eine Zündbox war ab, beim anderem der Vergaser verdreckt. Franz-Josef* hatte Glück, denn ein gelber Engel kam des Weges und lieh ihm sein Werkzeug. Die Vergaser-Reinigung dauerte etwas länger... nach ca. 45 min., hurra, es geht weiter. Manch einer nutzte die Zwangspause zum Tanken (nein, nein, nicht ich schon wieder! Allein kann ich das doch eh nicht!) und so gings Vollgas weiter auf die B300. Fotostudio Sandberg hätte sicherlich ein paar Euro verdienen können, denn jeder heizte so gut es ging (okay Chris, du warst schneller...aber nimmer lang!). Unten angekommen fehlte wieder einer: Franz-Josef* , Diagnose: Gaszug ab.


Diskussionen gingen los, wer hat einen Gaszug dabei, wer Werkzeug, kurz noch mögliche Hilfe angerufen: ein Ex-Schrauber (und zugleich mein Ex-Freund der mich an meinem 18ten hat sitzenlassen, die Sau! Jahrelange Therapiesitzungen haben letztendlich.... , ach lassen wir das!) Jedenfalls hatte die Mehrheit keine Lust wieder mitzurück zu fahren, auf Melo (der nen Gaszug besorgen wollte) zu warten, um dann auf die Reparatur zu warten um dann nach 500 m gespannt zu sein, was diesmal der Motor abwirft. Und noch ehe wir uns entschieden haben was wir tun sollten, fuhren Melo, Raimund und Benny zurück. Wir beschlossen schon mal zum Biergarten vorzufahren, denn lieber warten wir bei nem Radler in einem idyllischen Biergarten als planlos an einem vielbefahrenen Straßenrand. Gesagt, getan, Melo Bescheid gegeben und ab ging die Post.

Daß wir damit auf soviel Unverständniss stoßen, hätten wir nie gedacht. Schliesslich befanden wir uns weder auf einer großen Ausfahrt, noch haben wir jemanden im Stich gelassen. Es war auch nie die Rede davon, daß wir nicht helfen weil wir ihn nicht kennen. Wäre mein Roller 2 x liegen geblieben, ich hätte euch weiterziehen lassen, denn auf Einzelschicksale kann keine Rücksicht genommen werden! Die Natur hat dieses Gesetz geschrieben, die natürliche Auslese, nur die Starken überleben (Schrödi, wie war gleich wieder der englische Begriff dafür? *LOL*) ...und eine Frau gehört an den Herd und nicht auf einen ROLLER!!! However, das Ganze hat nichts mit dem Zusammenhalt der Rollerfahrer zu tun, sondern mit einer diplomatischen Lösung für jeden!

Na jedenfalls fand ichs trotzallem lustich. Ende gut, alles gut. Mein Tipp für die Zukunft: Jungs, macht euch mal ein bißchen locker, seid fair zu den anderen und auch fair zur Gruppe, man kanns NIE jedem Recht machen. Versucht gewisse Dinge auch mal vom anderem Standpunkt aus zu sehen, streiten bringt doch nichts! Schliesslich haben wir alle die gleiche Leidenschaft (die wahrlich Leiden schafft): VESPA-ROLLER!

Und die MOral von der Geschicht:
ein Roller fährt, oder auch nicht *g*

Das nächste Mal bin ich auf jeden Fall wieder dabei,

MO

* Namen von der Redaktion geändert.

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