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21.12.2004: Besuch bei Jockeys Boxenstop
Seit drei Jahren läuft meine Lambretta ohne große Probleme und seit drei Jahren verfolgen mich jeden mit der Lammy gefahrenen Kilometer viele kleine Rachegöttinnen – stellvertretend für die vielen kleinen Schlampereien, die ich bei der nervigen Restaurierung absichtlich übersehen habe. Ihr kennt das ja alle, man will fahren und nicht immer nur schrauben.

Daß der orginale 125er Innocentimotor trotzdem ca. 5000km inkl. zweimaliger Jaufenpass und einmaliger Stilfzerjochbefahrung ohne Zicken überstanden hat, widerlegt das berühmte Argument „Lambretta hat man, Vespa fährt man“. Die Lambretta ist nicht so unzuverlässig, wie immer alle meinen.

Trotzdem: es wurde Zeit. Ich wollte den Motor überholt haben, bevor die alten Lager endgültig hinüber waren und bevor ein verfrikkelter Primärkettenspanner mir den Block zerlegt. Als arroganter Geldsack, der sich ja angeblich alles sinnlos zusammenkaufen kann (in Anlehnung an die Diskussion im Forum bezügl. Stoffis Raum/Zeitkontinuumsantrieb auf Lambrettabasis), war ich schon lange am überlegen, ob ich das nicht jemanden machen lasse, der über mehr als mein Halbwissen verfügt und das so richtig korrekt macht. Außerdem hab ich diese Rumpoppelei gefressen, wenn man wegen irgendwelcher Kleinteile für 50 Cent wieder 3 Tage warten muß, bis es weitergeht. Der Profi greift in dem Fall in die Vollen, hat jeden Mist am Lager und weiß auf alle Fragen eine Antwort (romantisierte Meinung über Fachwerkstätten).

Die Auswahl ist nicht groß, wenns um Lambrettamotorenüberholung geht. Entweder selbermachen oder zu Stoffi oder Jockey gehen. Selbermachen fiel ja wegen Faulheit aus, Stoffi ist in Österreich und damit noch weiter weg als Jockey, zu dem ich aber sowieso gegangen wäre, weil er in der Szene einen durchwegs hervorragenden Ruf hat und jetzt auch noch ein befreundetes Mitglied des Augsburger Lambretta Stammtisches – Markus – bei ihm arbeitet. Blabla-seiher, kurz und gut: Lambretta zerrissen, Motor ins Auto gepackt und Ausflug nach Falkenberg zu Jockeys Boxenstop gemacht.

Jockeys Boxenstop präsentiert sich als nagelneue, modern eingerichtete Werkstatt mit angeschlossener Rollerausstellung. Sofort fällt die Ausrichtung auf Restauration und Erhaltung klassischer Roller der beiden großen Marken Piaggio und Innocenti auf – es steht weniger der Teilehandel im Vordergrund als echtes Handwerk und folgende Serviceleistungen:

Sämtliche Arbeiten, die den Neuaufbau eines klassischen Rollers der Marken Vespa bzw. Lambretta betreffen.

Tuning an Optik, Fahrwerk oder Motor, wobei Jockey Wert darauf legt, die Kundschaft optimal zu beraten und nur Teile zu empfehlen, die allein oder in Kombination mit anderen Sinn machen. Es gibt ja bekannterweise auch viel Schmarrn auf dem Markt.

Kundendienst, Motorüberholung oder Unfallinstandsetzung. Alle Wartungs- und Instandsetzungsarbeiten an Piaggio Automatik, Vespa und Lambretta Motorrollern können in der eigenen Werksatt durchgeführt werden.

Leistungsprüfstand: seit fast zehn Jahren arbeitet Jockey mit einem P4 Leistungsprüfstand der Firma Ammerschläger. Dieser wird hauptsächlich zu Abstimmungsarbeiten und zur Erstellung von Leistungsgutachten genutzt, die für den
TÜV-Service herangezogen werden.


TÜV-Service: Jockeys inzwischen schon langjährige Zusammenarbeit mit dem TÜV macht es möglich, einen umfassenden Service zu bieten. Sei es nur Hauptuntersuchung oder aber auch Eintragungen von Umbauten und Leistungssteigerungen. Gutachtenerstellung für Importfahrzeuge mit anschließender Tageszulassung werden ebenfalls dem Kunden angeboten, womit sich dieser
Einiges an Ärger ersparen kann.

Fahrzeuge: bei Jockey kann man gebrauchte Vespa und Lambretta Roller (teils Importe) und neue Roller aus der Piaggiopalette günstig erstehen. Roller aus Sonderaktionen anderer Hersteller werden ebenfalls gelegentlich angeboten.

Jockey hat außerdem den richtigen technischen Unterbau, das alles professionell umzusetzen, er ist Zweiradmechanikermeister mit Meisterpreis des bayrischen Handwerks und beschäftigt sich seit seiner Jugend mit Rollern. Ich hab mich jedenfalls gleich seriös bedient gefühlt, als alle wichtigen Daten und Einzelarbeiten schriftlich festgehalten wurden und ich dazu erstmal einen Kostenvoranschlag bekomme, bevor der endgültigen Arbeiten festgelegt werden. Das sind so die kleinen Details, die Vertrauen schaffen.

Ich bin schon sehr auf meinen Motor gespannt, wenn er dann im Frühjahr vermutlich fertig ist. Natürlich gibt’s neben der Überholung auch ein bißchen Tuning – dazu werde ich aber ein eigenes Feature schreiben, wenn die ersten Tests gelaufen sind.

Kontakt:

Jockeys Boxenstop
Gewerbering 2
Falkenberg
http://www.jockeys-boxenstop.de
mailto:info@jockeys-boxenstop.de

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