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21.07.2003: Treffen Nördlingen/Munningen, Alte Ziegelmühle...
Das Leben ist im Flow. Die Menschen werden älter, vernünftiger (?), machen Karriere, bauen Häuser, heiraten und zeugen Nachwuchs – sprich, Menschen regeln ihr Leben. Eines scheint sich aber nie großartig zu ändern: Treffpunktchaos und Vorbereitungszustand der Fahrzeuge vor der Fahrt auf ein Rollertreffen. Das ist irgendwie nie völlig in den Griff zu bekommen.

Bilder findet Ihr hier...




Samstag, den 19.07.03, um 11.00 Uhr traffen wir (Schröder, Gothic-T5-Michael und der Doc) uns beim McDrive in Stadtbergen bei Augsburg. Schnell noch ein Fastfood Frühstück eingeworfen, News ausgetauscht, geplante Cruisingspeed abgemacht und locker eine halbe Stunde verhockt. Inzwischen tauchten noch Pierre und Markus aus Horgau auf, die wir garnicht erwartet hatten – so hatten wir aber eine schöne gemischte Gruppe. Zu meinem Pech steigerte das Erscheinen von zwei gut gemachten Cuts die Cruising Speed bis zu meiner eigenen Topspeed und bei Lambretta ist das immer so eine Sache mit der Haltbarkeit – meinen andere...

Nach dem obligatorischen „äh, ich müßt´ noch tanken, bevor wir losfahren“, dem „au, gut, ich brauch nämlich noch Luft“ und dem „hat jemand Werkzeug dabei“, gings um ca. 11.30 Uhr los und um 11.33 Uhr gabs schon den ersten Ausfall. An Schröders Rally 180 streikte die Kupplung. Wir fuhren einfach schon mal vor, Schröder wollte mit seiner GT 200 nachkommen und uns in Dillingen im Caffe treffen. Leider hatte Schröder auch die einzige Straßenkarte dabei, was vor einigen Abzweigungen die Gruppe zwang, spontane Orientierungsmeetings mitten auf der Bundesstraße abzuhalten. „Mr san quasi Eiheimische, mr dörfen des!“ Weil wir alle noch nicht ganz verblödet sind, haben wir Dillingen und auch ein nettes Caffe gefunden, wo auch erste Reparaturen durchgeführt, bzw. Ölundichtigkeiten festgestellt wurden. Markus verlor Getreibeöl und Michael irgendein Öl, dessen Herkunft sich nicht genau lokalisieren ließ. Schröder tauchte mit der GT nach dem ersten Espresso auf und dann gings weiter auf tatsächlich traumhaften Nebenstraßen Richtung Nördlingen. Die Gegend ist sehr schön und die Straßen winden sich in angenehmen Kurven und 1-2 Serpentinen den Kraterrand des Nördlinger Rieses hinauf und in die Ebene des Einschlagkraters hinunter (wer´s nicht weiß: das Nördlinger Ries ist der Krater eines Meteoriteneinschlags). Dabei geht’s bei wenig Verkehr durch viel kühlen Wald: Kurvenspaß pur! Hat mich irgendwie an so eine Art Südtirol in flacherer Ausführung erinnert.

Die alte Ziegelmühle in Munningen hinter Nördlingen war nicht ganz einfach zu finden, aber als wir um etwa 14.00 Uhr dort eintrafen, stellte sich die Location als saugemütliches Fleckerl heraus. Eine imposante alte Mühle mit ringförmig angeordneten Nebengebäuden und einem Caffe, mittig eine kleine Wiese mit großer Feuerstelle, Bierbänken und dahinter der Fluß, der die Mühle antrieb. Etwas trüb – wahrscheinlich gut zum Aalangeln. Mit den Eingeborenen kam man sofort ins Gespräch – die Atmosphäre war extrem entspannt und griabig (für die österreichischen Nachbarn: leiwand).

Insgesamt trudelten bis 15.00 Uhr etwa 15 Roller ein, eine ganze Menge sollten noch bei der anschließenden Ausfahrt nach Nördlingen dazustoßen. Diese artete teilweise in einer Feldwegorgie aus, ging aber ohne Verluste ab. Hier mal ein Wort an die Jungs aus Donauwörth: wenn ihr schon einen Kumpel mit einer orginal Fuffi dabei habt, dann solltet ihr ihn auch selbst in die Mitte nehmen oder vorfahren lassen und euch nicht drauf verlassen, daß ihn die Augsburger aufsammeln und eskortieren – das üben wir nochmal zusammen. Nachdem wir dann in Nördlingen die Innenstadt aufgeweckt hatten, gings in die „Blaue Glocke“ zum Durstlöschen – super Biergarten. Dort trafen wir auch Mitorganisator Martin (bekannt aus dem Fuffi-Forum), nachdem wir aber schon wieder zu diversen privaten Verpflichtung nachhause mußten, konnten wir uns leider nur kurz unterhalten. Abends war wohl noch Grillen geplant, dazu Plattenparty – ansonsten zitiere ich einfach mal Martin:
„War noch recht lustig, Samstag abends, inkl. Auspufflautstärkemessung via Nokia-Handy (ist anscheinend bei allen neuen Modellen eingebaut!?) und einigen spektakulären Alkoholausfällen...“

Zurück gings eine leicht andere Strecke (wieder mal verfahren) von Nördlingen aus in Richtung Dillingen – die war kurventechnisch noch reizvoller als der Herweg, ich hoffe ich finde die wieder. Die verbale Beschreibung muß hier unzureichend bleiben, nur so viel: in Dillingen an der ersten Tanke riß jeder den Helm vom Kopf, hatte große Augen und ein fettes Grinsen im Gesicht. Achja, Pierre war 3 km vor der Tanke der Sprit ausgegangen...und die Lambretta ist vollgasfest.

Egal, Sonne, Wetter zum Heldenzeugen und ein guter Espresso, nette Leute, Fahrspaß, alle Karren wieder intakt nach hause gebracht, jedem hat´s gefallen - was will man mehr. Ein geiler Tag und nachmals Danke an die Nördlinger für die Einladung! Wir kommen sicher jederzeit wieder.

Bilder findet Ihr hier...

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