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06.10.2003: Mickhausen 2003 – Berg in Flammen
Leider wollten die Flammen nicht so richtig in Gang kommen – bei unserem Eintreffen am Veranstaltungsort des berühmt/berüchtigten Mickhauser Bergrennens war es schon ziemlich bewölkt und wenig später begann es dann heftig zu regnen. Die Stimmung war aber trotzdem gut und der Regen hat die Teilnehmer scheinbar nicht sonderlich beeindruckt.

Bilder findet Ihr hier »

Am Start angekommen, konnten wir den Beginn des 2. oder 3. Pflichttrainings beobachten. Als wir dann auch noch einen Platz an der ersten Geschwindigkeitsmessung ergattert hatte, konnten wir Zeugen eines interessanten Phänomens werden. Die offenen Sportwagen und Formel-Fahrzeuge waren hier langsamer, als wir das erwartet hätten – nach einer etwa 400 Meter langen Geraden (bergauf!) nur etwa 130-145km/h! Und dann wurde die Kiste vorsichtig um die erste Kurve getragen. Klar, es war schmierig und so konnten diese doch sehr professionellen Rennwagen ihre Mehrleistung gegenüber den privaten Tourenwagen nicht wirksam auf die Straße bringen. Im Gegensatz dazu überraschten manche dieser selbstgebauten Selbstmordmaschinen mit atemberaubender Topspeed. Auffällig viele Kadett-C Coupes, Polos und Escorts hatten vor der ersten Kurve bis zu 179km/h auf die nasse Strecke gebrannt und gingen nach kurzem Anbremsen durch diese Kurve wie andere geradeaus. Bei manch besonders Schnellen wartete man dann vergebens auf die Gesamtzeit, bis die Streckensprecher wieder einen Ausfall bekannt gaben.

Der Krach und die Rutscheinlagen, das Knallen der kurz abgeregelten Motoren vor den Kurven und die guten Bratwürstl am „Karussel“ vermittelten jedenfalls mehr Motorsportatmosphäre als so manches F1-Rennen. Man ist viel näher am Geschehen, das Fahrerlager ist für jeden zugänglich und mitfahren kann sowieso fast jeder (Lizenz erforderlich und Fahrzeug mit entsprechenden Sicherheitsumbauten wie Käfig, Feuerlöscher etc.). Trotzdem gibt jeder alles was drin ist und der Gedanke, daß hier auch für die Fans eine Show geliefert werden soll, ist sicher noch vorhanden. Respekt auch vor den beiden ersten Startern, ein nur tiefergelegter Toyota Corolla und ein B-Manta mit Anhängerkupplung, die beide nicht gewinnen wollten, sondern nur ihre eigene Zeit stetig verbessern. Die Gesamtzeit der beiden war natürlich unter fernerliefen, aber trotzdem hat man gesehen, daß es den Fahrern einfach Spaß macht, den Berg raufzublasen. Das bestätigte auch das letzte Training bei patschnasser Strecke, bei dem die Teilnahme freiwillig war – trotzdem fuhr so gut wie jeder nochmal.

Sollten bei euch in der Nähe auch solche „Scheunentor-Rallies“ oder Bergrennen stattfinden – geht hin. Infos über Termine gibt’s beim www.asc-bobingen.de oder nach langem Suchen auch auf www.adac.de

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