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14.12.2006: Gardasee Tour 2006
Samstag 03.09.2006:
Gessertshausen - Buchloe - Schongau - Füssen - Reutte - Weißenbach - Elmen - Pfafflar (Hauntenjoch) - Imst - Ötz - Sölden (Timmelsjoch) - Meran - Bozen - Trento - Rovereto - Torbole - Malcesine (Casano) - Torbole
(12 Stunden incl. Pausen, Pannen und dergleichen)

Sonntag 01.10.2006:
Tolbole - Arco - Trento - Bolzano - Brixen - Sterzing - Innsbruck - Zirl - Garmisch - Schongau - Landsberg - Gessertshausen
(9 Stunden incl. Pausen)

Nach einigen verschobenen Startterminen konnte das "Gardasee-Projekt" am letzen September-Samstag 2006 tatsächlich in Angriff genommen werden.

Teilnehmer sollten eigentlich drei PX 200 (gröbere Tuningstufe) sein, aber wie das so ist bei den Rollern, viel einer gleich noch in der eigenen Garage aus. Bei der profilaktischen Montage einer langstreckentauglichen Kopfdichtung um 07.30 Uhr morgens, kurz vor der geplanten Abfahrt (weil ohne schrauben kurz vor einer Ausfahrt gehts scheinbar doch nicht), brach leider das motorseitige Gewinde eines Stehbolzens durch und somit war der Ausflug für diesen Roller Geschichte. Rainer konnte mißmutig wieder ins Bett gehen und wünschte Andi und mir noch viel Glück.

Also sind wir dann nur noch zu zweit um ca. 08.15 in Gessertshausen Richtung Italien aufgebrochen. Temperaturmäßig wars zwar noch recht frisch, aber die strahlende Sonne verhieß deutliche Besserung für den restlichen Tag. Erster Tankstop in Schongau. Dann weiter nach Füssen und bei bestem Wetter ein paar Bilder mit Schloß Neuschwanstein im Hintergrund geschossen. Nach einigen Verfahrern in Österreich, weil man Wängle mit "ä" schreibt und nicht mit "e" welches sich ca. 10 km in der Nähe befindet, wurde der erste Pass in Angriff genommen.

Das Hauntenjoch
Als wir auf halber Höhe dann einen "Kehren-Fotostop" einlegen wollten stellte der Andi das fehlen seiner Digikam fehlt. Nach kurzem Rekonstruieren wurde die ca. 30 km zurückliegende Tanke als Ort des Vergessens ermittelt. Da ich jedoch mehr Lust auf Mittagessen als auf "den pass wieder runterfahren" hatte, fuhr der Andi allein zurück und ich wartete bei Kässpatzen im 500 m bergauf gelegenen Gasthof auf seine Rückkehr. Nach ca. 45 min kam der Andi auch vorbei, allerdings übersah er mein Winken und donnerte an dem Restaurant glatt vorbei, den Blick starr bergauf gerichtet. Meine spontane "ohne Helm die Zeche prellend hinterherfahr-Aktion" hatte leider keinen Erfolg da sein Vorsprung am Berg nicht wettzumachen war.
Also kehre ich wieder zurück zum Restaurant wo mich die zahlreich vertretenen Motorradfahrer entsprechend begrüßen. "Ha ha ha, hast deinen Helm vergessen was?" Ja ja, egal. Bezahlen, anziehen und dem Andi hinterher. Der überquerte den kompletten Paß und wunderte sich erst ganz unten wo ich denn abgeblieben sein mag. Jedenfalls trafen wir uns schließlich unten im Dorf wieder. Um forthin wieder gemeinsam gen Italien zu rollern. Übrigens lag Andis 400,- Digicam tatsächlich noch dort wo er sie bei der Tanke hingelegt hatte. Beim späteren ankucken der Fotos stellten wir lustigerweise fest, daß ich mit meiner Kamera sogar ein Foto von der Tanke gemacht hatte auf dem man die liegengelassene Digicam sehen konnte.

Als nächstes war das schöne Ötztal und das Timmelsjoch dran. Leider mußte ich mir die Blöße von extremer Minderleistung geben, da mein Vergaser ab einer Höhe von über 2000 m extrem zu streiken begann (wie ich dachte). "Wird unten schon wieder besser" dachte ich mir und gurkte mehr schlecht als recht Talwärts. Als unten immernoch keine Besserung eintrat war es zeit für die erste (und letztlich einzige) Schrauberpause. Nach dem überbrücken der Benzinpumpe wurde eine verstopfte Hauptdüse als Ursache erkannt und das Problem mit reichlich Gemisch weggespühlt. Also den ganzen Kram wieder zusammenpacken und weiter geht´s.

Zwischenzeitlich gab es auch leichte Regentropfen, aber egal, wir sind in Italien. Es wurde langsam dunkel, aber auf der Schnellstraße kamen wir zügig in Roveretto an wo wir den letzten Tankstop einlegten, jetzt wo wir das Funktionsprinzip der Tankautomaten durchschaut hatten. Schnell einen Stellplatz in Torbole auf dem Campingplatz klar gemacht (geht auch ohne Zelt was der Platzwart nicht gleich kapiert hat). Dann nach Malcesine zum Pizza essen. Lecker wars, auch wenn der Geheimtip in Casano schon Saisonal bedingt geschlossen hatte. Zurück nach Torbole und im Schlafsack unter freiem Himmel noch eine Flasche des hiesigen Weines genossen bevor wir ziemlich platt (ich zumindest) eingeschlafen sind.

Es war noch dunkel und es muß ca. halb 5 gewesen sein als wir gleichzeitig von einigen leichten Regentropfen geweckt wurden. Das hörte zum Glück gleich wieder auf, keine Ahnung wo wir weitergeschlafen hätten wenns tatsächlich zu regnen begonnen hätte. Dasselbe passierte dann um halb 8 nochmal, aber da es jetzt schon hell war rangen wir uns nun zum Aufstehen durch. Ein kurzes spärliches Frühstück am Campingplatz und dann gings, nach dem Volltanken, schon wieder los nach Arco. Die gesamte Rückfahrt gestaltete sich um einiges konstanter als die Schinderei über die Pässe und die dezent giftigen Überholmanöver bei der Hinfahrt. Ruckzuck war Bozen erreicht und die alte Brennerstraße verhieß noch einigen Fahrspaß bevor wir wieder in bekanntere Gefilde kam. Der Zirlerberg war noch lustig aber irgendwie unspäktakulär da wir ja schon bissl was an Bergen hinter uns gelassen hatten. Landsberg, fast daheim und mittlerweile auch mit der Regenkombi am Leib da es nun leicht, aber konstant regnete. Egal, gleich daheim! Da mein Hinterreifen schon vor der Fahrt Profilmäßig etwas limitiert war, und nun satte 1,5 mm weniger drauf hatte (Markierung KLAR überschritten), war das Fahren im Regen eine echte Herausforderung da keiner von uns große Lust hatte so kurz vorm Ziel noch abzuschmieren. Geschafft! Heil wieder angekommen! Erst mal ein "Tannenzäpfle" aufmachen und dem zerknischten Rainer unter die Nase reiben wie GEIL es war.

Des machen wir nächstes Jahr wieder, das ist SICHER!

Bilder findet Ihr hier »


Es berichtete,
"Schindluder"
Alex

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