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30.07.2006: III. Weltvespa Oldtimertreffen im Deutschen Museum München 2006
Vom 28.07.06 bis zum 30.07.06 fand in München das dritte Weltvespa Oldtimertreffen statt. Als Veranstaltungsort hatte der Mastermind dieser Veranstaltung Robin Davy wie immer das Deutsche Museum gewinnen können, was dem Ganzen jedes Mal eine ziemlich ehrwürdige und beeindruckende Kulisse bietet.

Das dreitägige Treffen bot ein umfangreiches Rahmenprogramm wie den obligatorischen Corso, „Robin, Jan+Friends go Evel Kneevel Stunt & Akobatikshow“, Galaabend am Samstag, kostenlosen Museumsbesuch, Frühstück am Sonntag und – ganz wichtig – die Vorstellung des neuen Buches von Robin, „Vespa forever“, ein telefonbuchdicker Wälzer von ebenso beeindruckenden Format wie Inhalt. Die ersten Exemplare konnten auf dem Treffen zum Sonderpreis erstanden werden, für Totalfreaks gabs sogar noch eine Widmung vorne rein. Auch das Wetter spielte zum Glück recht gut mit – was ebenso gut in deutschem Dauerregen hätte untergehen können, wurde ein sonniger Tag.

Die Fuffi.de 10er Gruppe, bestehend aus Schröder und Lina, Marcus und Susanne, Wuschel und Martina, Martin, Kathi, dem Autor und Claudia, machte sich am Samstag ziemlich früh auf den Weg von Augsburg nach München. Da viele Fuffis mitfuhren und so die Durchschnittsgeschwindigkeit eher niedrig war, war der frühe Aufbruch notwendig, auch wenn die Notwendigkeit nicht jedem einleuchtete („ääääh, muß des sein…“, „ich brauch erstmal nen Kaffee“…). Dazu sah das Wetter in Augsburg am Morgen alles andere als gut aus: fett bedeckter Himmel mit Nieseln und alle stellten sich schon mal seelisch auf dieses angenehme Gefühl ein, wenn einem unter der Regenkombi die Suppe in den Schritt läuft….arrgh! Das Wetter wurde aber unterwegs zumindest nicht noch schlechter und Peti war diesmal auch nicht der Pathfinder, so daß wir recht trocken und ohne uns wie üblich 3 mal im Fürstenfeldbrucker Outback zu verfahren nach Rekordzeit von 2 Stunden das Ortschild der Landeshauptstadt erreichten. Dann erstmal Rauchpause, bei der uns seltsame Damen aus offenen Fenstern kritisch beobachteten. Aha, der Parkplatz war vorm Puff. Aufbruch und zweite Pause vorm Poloshop weiter stadteinwärts (Peti:“ich brauch noch Rücklichtbirnchen!“). Auf dem weiteren Weg durch die Münchner Innenstadt keine weiteren Vorkommnisse, außer dass uns immer mehr Roller mit nicht nur einheimischen Kennzeichen begegneten.

Am Deutschen Museum angekommen nahmen wir unsere Vespa-Überraschungstüten und unsere All-inclusive Bändel in Empfang, parkten ab, begrüßten unseren Fuffi.de Conservatore und langjährigen Freund Charly mit Freundin Claudia und dann gabs erstmal korrekt den dringend benötigten Macchiato, wobei jeder in seiner Vespatüte gruschtelte und sich über das 2Taktöl in der praktischen 100ml Flasche und das schön gestaltete Blechschild freute. Danach Rundgang im Hof des Museums, Roller anschauen, auf Halbwissen basierende Diskussionen über ACMAs führen, Jockey und Marcus beim Aufbau ihres Präsentationsstandes zuschauen und die beiden vom arbeiten abhalten. Mit einem Stand und teilweise auch mit Teilen waren neben Jockey auch M. Pascoli, Scootercenter Köln, die Münchner Vesbar, ein italienischer Vespaclub und ein paar lustige Jungs aus Österreich angereist. Piaggio selbst war ebenfalls vertreten, wie beim letzten mal vor 5 Jahren, und präsentierte die neue Vespa LX als Sondermodell mit separatem Scheinwerfer und ne GT250, glaub ich, ich hab nicht so genau hingeschaut, weil hunderte von alten Blechrollern im Hof viel interessanter waren. Anhand der Kennzeichen konnte man sehen, dass dieses eher gemütliche Treffen auch international sehr anziehend ist. Roller aus ganz Europa, inkl. des britischen Empires waren anwesend. Da kommt man sich doch manchmal etwas popelig vor, wenn man nur 50km von Augsburg gekommen ist und das schon als mords Ausflug betrachtet. Inzwischen hatte Claudia und ich Robins Buchpräsentation verpasst und standen im Dt. Museum vor dem verschlossenen Saal, konnten aber so gemeinsam mit Neu-Fuffifahrer Martin aus Nürnberg aus dem Fenster im ersten Stock prima die ganzen Roller im Hof photografieren.

Im Nenngeld inklusive war auch das Mittagessen, welches klar themenbezogen aus drei verschiedenen Sorten Pasta bestand. Kleiner Kritikpunkt: die Nudeln waren ziemlich verkocht und die Soßen aussem Packerl. Aber das Zeug war heiß und reichlich vorhanden, also egal. Ziemlich angeranzt verlor man dann selbst und auch die Veranstaltung etwas an Drive, während sich die Orgatruppe um Robin und Jan für die Akrobatikshow vorbereitete, wurde es für uns Zeit für weitere Macchiati und den üblichen Ratsch mit Bekannten aus der Szene, die man immer nur einmal im Jahr sieht. Marcel von Scooterhouse hatte interessante Neuigkeiten, ebenso Martin von den Piloti Speciali. Vorallem von letzterem wird’s es im kommenden Jahr einige wirklich innovative Teile für Smallframes geben, während ersterer sehr schöne und qualitativ hochwertige Repros eines gesuchten Smallframeauspuffs anbietet.

Die Akrobatikshow kam ab 1500 Uhr nur langsam in Gang, was weniger den Akrobaten lag, sondern mehr an den Startproblemen, die sie mit ihren alten Mopeds hatten. Und hey, des geht echt ned, dass ihr zu fünft auf der Lampe-unten sitzt´s! Wenn man im Auge behält, dass Robin und seine Mitakrobaten (unter anderem Jan von www.alteroller.de) das alles nur als Hobby betreiben und keine Zirkusartisten sind, die das schon seit Geburt machen, sage ich nur Chapeau! Die Bilder sprechen für sich, glaube ich! Auch Respekt, wie sich Robin hier sprichwörtlich für sein Treffen und seine Passion mit seinen Helfern den Ar*** aufreißt: Orga, Durchführung, Ansprachen, Buchvorstellung, Akrobatikshow etcetcetc. – alles die gleichen Leute! Gerade noch im Anzug im noblen Saal gestanden und Rede gehalten - und jetzt schon im weißen Papieroverall und 4 Mitfahrern auf der Lampe-unten Schlangenlinien gefahren („oha…uuuups…hoppla….uiuiuiui…jetzt hauts mich hin…naa doch ned…“).

Den obligatorischen Corso bin ich nicht mitgefahren, ich verweigere das immer, geb ich zu. Schröder meinte nur, es wäre geil gewesen, super Stimmung und sogar die begleitenden Motorradpolizisten hätten viel Spaß gehabt, neben dem Corso auf dem Gehweg fahrend Passanten aus dem Weg zu hupen. Klar, sind auch nur Menschen und wollen ihren Spaß.

Inzwischen war auch das Wetter richtig schön geworden, blauer Himmel, Sonnenschein und endlich wieder sommerliche Temperaturen. Corso vorbei, Zeit zum heimfahren, da das doch eine Weile dauern wird und bei Claudias Fuffi immer das Licht ausfällt. Irgendwo in der Sonnenstraße neben uns Motorradpolizei: „He, vermisst´s ihr einen? – der steht da hinten und seine Kiste springt nicht an!“ Im Verkehrschaos der Münchner Innenstadt hatte Peti mit der Hoffmann ziemlich genau vorm Nachtcafe einen wirklich kapitalen Klemmer.

Kickstarter treten war nicht mehr möglich, also Kerze raus, etwas Öl rein und aufs abkühlen warten. Die Raucher unter uns fanden die frühe Gelegenheit zur Rauchpause super, während Peti mit einem Schlauch Öl ansaugte, um es durch die Kerzenöffnung zu applizieren. Hust, kotz, spuck, alles klar, hat er doch etwas zu stark angesaugt und einen guten Schluck Vollsynth genommen. Nach einer halben Stunde war der Kolben endlich wieder gängig und die Heimfahrt nach Augsburg über die schöne Strecke durchs Hinterland verlief ohne weitere Zwischenfälle – auch wenn Schröder, Martin und Ich uns einig sind, dass Petis Hoffmann jetzt irgendwie anders und komisch klang („Schmarrn, die klingt immer so!“). Den Abschluß des Tages bildete noch eine ordentliche Pizza bei Roberto, nur die von Peti hatte angeblich einen Nachgeschmack nach TTS.

Dr.Vespa

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